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Paradoxon: Gott wird Mensch

Wer möchte nicht gerne mächtig und einflussreich sein? Entscheiden, was richtig und falsch ist? Das Wetter bestimmen oder einfach genügend Geld haben? Kurz: Welcher Mensch möchte nicht gerne mal zumindest für einen kurzen Moment Gott sein?

Genau für das Gegenteil entschied sich Jesus Christus. Er, der Gott ist, hat den Himmel verlassen, um Mensch zu werden – ein Paradoxon. Daran erinnern wir uns in dieser Advents- und Weihnachtszeit. Gott wird Mensch. Doch warum will er Mensch werden? In der Weihnachtsgeschichte sagt der Engel zu den Hirten auf dem Feld (Lukas 2,11): „Euch wurde heute der Retter geboren, der Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ Jesus Christus ist also der Retter, der uns aus unserem egoistischen Zustand befreit, indem er stellvertretend am Kreuz für uns starb. Er gibt sein sündloses Leben im Tausch gegen mein sündhaftes Leben hin, damit ich vor Gott bestehen kann. Ja, Advent und Weihnachten ohne Karfreitag und Ostern machen wenig Sinn. Sie gehören zusammen. Das ist die frohe Botschaft des Evangeliums. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine frohe Advents- und Weihnachtszeit.

Publiziert im Klettgauer Bote am 04.12.2021.



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